Restrukturierung und Betriebsübergang

Unternehmen ziehen eine Restrukturierung in Betracht, wenn sie künftige Krisen vermeiden, bestehende Krisen überwinden oder ihre Marktposition verbessern wollen. Häufig vollzieht sich eine Restrukturierung durch einen Betriebsübergang im Sinne des § 613a BGB. Bei einem Betriebsübergang wechselt ein Betrieb oder Betriebsteil seinen Inhaber. Dabei stellen sich vielschichtige individualarbeitsrechtliche, tarifvertragsrechtliche sowie betriebsverfassungsrechtliche Fragen und Fallstricke. So fordert das Bundesarbeitsgericht etwa eine rechtlich präzise und an die Besonderheiten des Arbeitsverhältnisses angepasste Unterrichtung der Arbeitnehmer. Diese Hürde ist in der Praxis zumeist höher, als es auf den ersten Blick erscheint.

In der Restrukturierung sind Planungssicherheit und Risikominimierung entscheidende Faktoren für Unternehmen. Zur Entwicklung einer individuellen Strategie ist es erforderlich, die rechtlichen, wirtschaftlichen und betrieblichen Rahmenumstände vorab zu analysieren. Oft wird verkannt, dass neben dem Ausspruch von betriebsbedingten Kündigungen auch mildere Maßnahmen in Betracht kommen können, wie die einvernehmliche Anpassung von Vertragsbedingungen, der Ausspruch von Änderungskündigungen oder die Anordnung von Kurzarbeit. Eine kompetente arbeitsrechtliche Beratung ist deshalb bei allen Umstrukturierungsmaßnahmen unumgänglich.

Wir analysieren die arbeitsrechtlichen Risiken von Betriebsübergangen und Restrukturierungsmaßnahmen. Wir unterstützen und beraten Ihr Unternehmen bei der Gestaltung der erforderlichen Vereinbarungen, Massenentlassungsanzeigen nach § 17 KSchG und etwaig notwendiger Betriebsratsanhörungen.